STADT-, RAUM- & UMWELTPLANUNG|ÖKOLOGIE|ENERGIE
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Fledermäuse

Wochenstube Großes Mausohr

Obwohl einheimische Fledermäuse nur wenige natürliche Feinde haben, wie Raubsäuger (Steinmarder, Hauskatze) und Greifvögel (Waldkauz, Falke), hat ihre Zahl und in manchen Regionen und auch ihre Artenvielfalt in den letzten Jahrzehnten einen starken Rückgang erfahren. 

 

Fledermäuse stehen daher heute unter nationalem sowie internationalem Schutz. Beispielsweise gehören alle europäischen Fledermausarten zu den streng geschützten Arten (§ 7 BNatSchG), da sie in Anhang IV der FFH - Richtlinie aufgeführt sind. Die FFH - Richtlinie der Europäischen Union sowie weitere internationale Vereinbarungen wie EUROBATS und die Bonner Konvention mit einem Regionalabkommen zum Schutz der Fledermäuse verpflichten die Bundesrepublik Deutschland, Schutzmaßnahmen für die Fledermäuse zu ergreifen.

Streng geschützte Arten sind von besonderer Relevanz bei Eingriffsvorhaben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen können. Die Gefährdungssituation, der Schutzstatus sowie die noch unzureichend erforschte Störanfälligkeit von Fledermäusen erfordern bei wissenschaftlichen Analysen dieser Säugetiergruppe ein verantwortungsbewusstes Vorgehen.

Leistungen

Bei den von unsem Büro zahlreich durchgeführten Untersuchungen zu Fledermäusen wurden u. a. folgende Leistungen erbracht:

  • Detektoraufnahmen (Lokalpopulation)
  • Autom. (Langzeit-) Erfassung (Horchbox)
  • endoskopische Untersuchungen
  • Netzfänge
  • Telemetrie
  • Quartieruntersuchung (z. B. Endoskopie)
  • Quartierpotenzialanalysen
  • Höhenuntersuchung (Lokalpopulation und Wanderung)
  • Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen
  • CEF-Maßnahmen
  • Monitoring

Besonders bei der Nutzung von Windenergie sind Fledermäuse verstärkt in den Focus getreten. Avifaunistische Untersuchungen werden schon seit längerem bei der Planung von Windenergieparks berücksichtigt. Fledermäuse weisen durch ihre komplexe Nutzung von unterschiedlichen, zeitlich und räumlich miteinander verbundenen Lebensräumen gewisse Parallelen zur Avifauna auf. Doch erst Funde von toten Fledermäusen unter Windkraftanlagen haben die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein neues Konfliktfeld zwischen der Nutzung von Windenergie und Artenschutz gelenkt.