STADT-, RAUM- & UMWELTPLANUNG|ÖKOLOGIE|ENERGIE
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Schmetterlinge

Die Untersuchung von Tagfaltern ist für verschiedene landschaftsökologische Fragestellungen von großer Bedeutung. Die meisten Schmetterlingsarten sind stenotop, d.h. sie haben eine sehr enge Bindung an ihren Lebensraum. Aus diesem Grund sind sie als Indikatorgruppe überaus geeignet, da sie äußerst sensibel auf Veränderungen ihrer Habitate reagieren. Aufgrund ihres Vorkommens oder Fehlens können verschiedene Flächen, zum Beispiel in Bezug auf ihre Pflegeintensität, direkt miteinander verglichen und bewertet werden.

 

Die Ermittlungen zum Tagfalterbestand sind unverzichtbar bei allen Beurteilungen des Zustandes von terrestrischen Lebensräumen und ihrer Entwicklungsprognosen. Ebenso sind sie unverzichtbar bei der Beurteilung von Eingriffen in die Landschaft z.B. durch Bauvorhaben, Trassenfindung, Nutzungsänderungen oder Eingriffen in den Wasserhaushalt.

 

Tagfalter weisen aufgrund der phytophagen Lebensweise ihrer Raupen zunächst eine enge Bindung an bestimmte Lebensraumtypen mit dem Vorkommen von Futterpflanzen auf. Daneben zeigen sie eine hohe Abhängigkeit von der Nutzung, der Raumstruktur, von Interaktionen mit anderen Arten und einzelnen Habitatrequisiten auf. Eine Reihe von Arten besiedeln als Bewohner von Biotopkomplexen Wald-Offenland-Übergänge oder Feucht- und Trockenlebensräume in enger Verzahnung, so dass sie zur Beurteilung von Biotopverbund bzw. –fragmentierung geeignet sind.

Leistungen

Im Einzelnen finden bei unserer Arbeit folgende Methoden Anwendung:

  • Imaginal-/Larvalerfassung
  • Transektmethode (Tagfalter)
  • Lichtfang (Nachtfalter)
  • Kescherfänge
  • Suche nach Präimaginalstadien
  • Kontrolle der Wirtspflanzen (Klopfproben)
  • Präsenzkontrolle (z. B. Fraßspuren, Kotballen, Raupen)
  • Habitatqualitätsanalyse (Larval-/Imaginalhabitatqualität)